Sonntag, 23. November 2014

Das Ende des Herbsts- und eine Einsicht




Hallo ihr Lieben,

ich habe mich gewehrt. Mit Händen und Füßen. Hätte mich am liebsten aus allen Communitys ausgeloggt und mich offline in meine herbstlich dekorierte Bude verkrochen.
Ich hab einfach nicht einsehen wollen, dass der Herbst schon wieder vorbei ist. Aber heute ist Totensonntag und ich hisse die weiße Fahne: Okay, ciao Herbst, mach Platz für den Winter.

Der Grund meiner renitenten Verweigerungshaltung liegt nicht nur in der Tatsache, dass Winter und Weihnachtsgefühle immer einhergehen mit dem Ende eines Jahres. Und echt jetzt, ich bin noch nicht bereit dafür, dass schon wieder ein Jahr vorbei ist. Hallooooho, das geht mir zu schnell! Bitte ma das Tempo drosseln. Danke.
Vielmehr muss ich mir selbst eingestehen, dass "das Experiment" irgendwie ein Flop geworden ist. Ich habe nur zwei Rezepte ausprobiert. Zwei! Das ist der Bruder von eins und ein mal ist bekanntlich kein mal. Gescheitert. Jetzt aber echt.

Dann ist das so. Dann schmeiß ich euch jetzt ein Resume umme Ohren:
Neues ausprobieren ist knorke. Es bereichert Speiseplan und Gaumen und erstaunt einen immer wieder. Ungewöhnliche Kombis sind manchmal das beste, was dein Mund je abbekommen hat. Deswegen behalte ich das bei und sag nicht immer: "Was? Das passt doch nicht!" Kopp zo, Geli, ausprobieren. Danach kannste immer noch meckern, dass es nicht schmeckt (tu ich dann aber fast nie- weil es eben doch schmeckt).

So- das sollte gesagt werden.

Gestern Abend war der Mann auf Arbeit (arme Studenten brauchen eben Taschengeld). Ich habe die Zeit genutzt die Bude auf Hochglanz zu bringen (was mir auch fast geglückt ist), lautstark die alljährliche Weihnachtsmusiksaison zu eröffnen und den Herbstkram in Kisten zu stopfen, um Platz für die Winterdeko zu schaffen.
Das Resultat poste ich in den nächsten Tagen :)

Heute war dann doch nochmal volle Kanne Herbst- wahrscheinlich, um mich ein bisschen zu ärgern, weil ich ja jetzt schon so auf Weihnachten gepolt bin.

Nach einem leckeren Mittagessen mit der Schwieger-Oma (es gab weihnachtliches Hirsch-Gulasch) haben wir noch einen kleinen Verdauungsspaziergang im Stadtwald gestartet. Mit dabei: mein Freund die Kamera, um das fette Grinsen dieses Herbsttages (der laut Fee ja der allerletzte dieses Jahr ist) einzufangen. Falls mir die Nachwelt nicht glauben sollte, dass das Wetter einen auslachen kann.

Dabei hab ich noch zwei lange Stöcker gesammelt für ein Mini-DIY, das ich in Planung habe. Hömma is dat witzig als erwachsene Frau mit zwei 1,50 m Stöcken durch die Gegend zu laufen (okay okay, ich seh jung aus. Die Leute dachten wahrscheinlich: Was macht der Mann mit dem Kind da). Die Leute gucken, als ob du zwei Köppe hättest. Ich habe damit übrigens auch den Mann gepiekst. Er fand das nicht witzig. Ich schon.

Und hier ist es: das hämische Grinsen des Spätherbsts.
















...und hier konnte wohl noch einer seinen Augen nicht trauen und hat sein Sehvermögen gleich an den Nagel Baum gehängt. Oder der Baum war kurzsichtig, weiß nicht. Hab ihn nicht gefragt.

Jetzt läuft der Ofen schon wieder (zum dritten Mal heute! Musste dem Mann noch ein Brot backen. Ja ich weiß, perfect Wife. ) : Der Hefeteig für meinen Zwiebelkuchen muss sich gehen lassen. Heute spielt der Tatort nämlich in Stuttgart und das Internet hat mir gesagt, in Stuttgart esse man Zwiebelkuchen. Dem Internet kann man doch glauben, oder?

Bei allem, was ihr heute noch so vorhabt- tut es mit einem lächeln im Herzen.

Liebst,

eure Geli

Mittwoch, 12. November 2014

Herbstsalat mit gebackenem Ziegenkäse und Vinaigrette

Hallo ihr Lieben,

wenn mich jemand fragt, was ich gar nicht gerne esse, muss ich nicht lange überlegen: Früchte in herzhaftem Essen. Ananas zum Beispiel. Oder Pfirsiche.
Aber tatsächlich habe ich Sonntagabend Birnen mit Thymian bestreut und mit Ziegenkäsefrischkäse belegt und für 20 Minuten in den Ofen geschoben. Ich muss zugeben: Das war schon ziemlich lecker. Sehr herbstlich und die Aromen passten hervorragend.

Süß uns herzhaft vereint kann mich also momentan auch vom Hocker hauen. Und als wir gestern Abend dieses Gericht hier ausprobiert haben (es stammt übrigens aus meinem Kopf), hat es mich auch wieder umgehauen.

Käse und Preiselbeeren? Ja bitte, ganz unbedingt!

















Zutaten (wie immer für 2 Personen):

  • 2 Rollen Ziegenfrischkäse
  • Salat nach Wahl
  • 100 g Mungobohnenkeimlinge
  • eine Hand voll Walnüsse
  • 100 g Speck
  • 1 Ei
  • Semmelbrösel
  • etwas Mehl
  • Olivenöl
  • Balsamico
  • Rotweinessig
  • Öl zum Frittieren/Ausbacken
  • Salz, Pfeffer
  • Preiselbeeren (aus dem Glas)
Zubereitung:
 
Salat und Keimlinge waschen und zur Seite stellen. Die Käserollen (wenn nicht bereits so gekauft) in fingerdicke Scheiben schneiden. Das Ei mit Salz und Pfeffer in einem tiefen Teller verquirlen. Zwei weitere Teller mit Mehl und Semmelbrösel ausstreuen. Käsetaler der Reihe nach in Mehl, Ei und Semmelbrösel wälzen.

Den Speck kross braten. Die Walnüsse grob hacken und noch einmal kurz mitrösten. Abkühlen lassen.

Für die Vinaigrette ca. 2 EL Öl, 2 EL Balsamico, 2 El Rotweinessig und 2 EL Wasser verrühren. Salzen und pfeffern. Das Dressing sollte nicht zu sauer und nicht zu ölig sein.

Jetzt wird's fettig: Klar- ne Fritteuse könnt ihr auch nehmen. Ich hab's ohne gemacht. Ca. 2 cm hoch Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Macht den Holzlöffeltest: Wenn ihr den ins Fett haltet und ordentlich Bläschen aufsteigen, ist das Fett heiß genug. Die panierten Käsetaler vorsichtig ins Fett legen. Die Hitze kann jetzt ruhig reduziert bleiben. Ca. 1 Minute backen, dann wenden.
Zum abtropfen auf Küchenpapier legen.

Salat und Sprossen mit Vinaigrette und Speck-Walnussmischung vermengen. 
Mit den Käsetälern und den Preiselbeeren anrichten.

Und genießen.




Dienstag, 11. November 2014

Crêpes mit Orangensirup und Quarkcreme

Hallo ihr Lieben,
ich liebe Crepes. Ich kann über keinen Weihnachtsmarkt oder Jahrmarkt schlendern ohne mich an das Crepe-Häuschen anzustellen. Aber leider sind die dünnen Pfannkuchen ja schon recht teuer. Ich meine- hallo: Das ist doch nur Teig.
Deswegen verrate ich euch heute mein Crepe-„Rezept“. Die Anführungszeichen, weil ich leider keine genauen Mengenangaben für euch habe. Ich arbeite hier immer rein nach Gefühl. 
Grob braucht ihr für zwei Portionen (in Nachtischgröße):
  • 1 Ei
  • 1 EL geschmolzene Butter
  • 1 Prise Salz
  • Mehl 
  • Milch
Als erstes verquirle ich das Ei und gebe die Butter hinzu. Dann schütte ich erst wenig Mehl und die Prise Salz hinzu. So, dass der Schüsselboden bedeckt ist. Mit Mehl, nicht mit Salz natürlich. Mit Milch solange aufgießen, dass der Teig schön geschmeidig ist. Kurz ziehen lassen. Ich benutze meistens glutenfreies Mehl und das zieht super viel Flüssigkeit. Ihr müsst gucken wie viel Milch eure Crepes brauchen. Der Teig sollte, bevor er in die Crepe-Pfanne kommt, ziemlich flüssig sein, sodass man ihn fast schlürfen könnte. 
Die Crepe-Pfanne (oder eine andere große Pfanne. Je dünner der Boden, desto besser) auf dem Herd erwärmen. Zusätzliches Fett ist normalerweise gar nicht nötig. Wenn die Pfanne schön heiß ist, eine kleine Portion Teig einfließen lassen und sofort die Pfanne schwenken, sodass der gesamte Boden bedeckt ist. Ich backe jede Seite ca. 1 Minute, dann können sie raus. Aber je nach Geschmack und Hitze brauchen sie manchmal auch länger oder weniger. Sie sollten jedenfalls Farbe angenommen haben und nicht mehr roh sein ;)
Zum Warmhalten bringt ihr am besten einen großen Topf Wasser zum Sieden und stellt einen Teller oben drauf. Quasi als Deckelersatz. Darauf schichtet ihr die fertigen Crepes, die dann schön warm bleiben und (solange man nicht zu lange braucht) auch schön weich bleiben.
Das ist das Grundrezept. Ihr könnt die Crepes nun mit allem belegen, was euch in die Hände fällt.


Hier eine kleine Variation: Quark-Orangen-Crepes.
Zutaten für die Füllung und das Topping:
  • 1 Orange
  • 3-4 EL braunen Zucker
  • Honig
  • 200 g Quark
  • 2 EL Orangenlikör 
  • Etwas Milch
Die Orange schälen und gegebenenfalls filetieren. Wer die „Haut“ nicht mag (und die könnte echt ganz schön hart werden), siebt den Sirup aber einfach später. Orange in kleine Stücke schneiden.
In einem kleinen Topf den Zucker erhitzen bis er anfängt zu karamelisieren. Die Orange hinzufügen und köcheln lassen bis die Flüssigkeit zäh wird. Sirupartig eben.
In der Zwischenzeit den Quark mit der Milch und dem Orangenlikör cremig rühren. Amaretto taugt auch. Mit Honig abschmecken.
Die fertigen Crepes mit der Quarkcreme bestreichen und einrollen. Mit Orangensirup beträufeln. Wer’s mag kann auch noch Rosinen in den Quark mischen.
Sehr einfach, aber wirklich fein.

Guten, ihr Lieben.

Montag, 10. November 2014

Auberginen-Röllchen mit Djuvec-Reis

Hallo ihr Lieben,
ich bin kein Vegetarier. Ich esse ganz gerne mal ein Steak oder Hackfleisch oder Beacon. Aber mir ist durchaus bewusst, dass es erstens nicht gesund ist viel Fleisch in sich hineinzustopfen und zweitens die Tierproduktion (Zucht kann man das ja großteils schon nicht mehr nennen) häufig unter katastrophalen Bedingungen abläuft. Deswegen bemühe ich mich möglichst viele vegetarische Gerichte auf den Tisch zu bringen. Dieses hier habe ich vor ein paar Wochen ausprobiert. Tadaaa:

Gefüllte Auberginen-Röllchen mit Feta an Djuvec-Reis:

Zutaten für 2 Personen:

Für den Reis:
  • 100 g Naturreis
  • 1 Tasse Tiefkühlerbsen
  • 1 Dose gestückelte Tomaten
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer

  • 2 EL Ajvar
Für die gefüllten Auberginen:
  • 1 große Aubergine
  • 200 g Feta
  • 3 EL Ajvar
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl
  • Gewürze nach Geschmack (z.B. Oregano, Thymian)
  • Zahnstocher
Die Auberginen waschen, Strunk abtrennen und längs in dünne Schiffchen schneide. Mit etwas Olivenöl beträufeln, salzen und pfeffern und für ca. 20 Minuten bei 180° in den Ofen. 
In der Zwischenzeit den Feta mit einer Gabel zerkleinern und Ajvar, Pfeffer, Salz und Gewürzen hinzufügen. Wenn die Auberginen aus dem Ofen kommen: Mit der Paste bestreichen. Dabei außen ein wenig Rand lassen. Längs aufrollen und mit Zahnstochern fixieren. Eine Auflaufform mit Öl ausstreichen und die Röllchen darin schichten. Für ca. weitere 20 Minuten in den Ofen.
Den Reis nach Packungsanweisung kochen. Gegebenenfalls sollte das schon geschehen, wenn die Aubergine noch vorgart. Je nach Kochzeit.


Währenddessen Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Olivenöl glasig anbraten. Dosentomaten dazu und köcheln lassen. Mit Ajvar, Salz, Pfeffer und nach Geschmack Gewürzen abschmecken. Die Soße sollte nicht zu dünn sein, aber auch nicht zu zäh. Bei Bedarf mit etwas Wasser vermengen. Ca. 5 Minuten bevor der Reis fertig ist kommen die Erbsen dazu. Reis abseihen und mit der Soße vermengen. Ziehen lassen.


Gemeinsam anrichten und genießen.
Einfach und lecker.

...und hier noch mal druckfreundlich ohne Klimbim:

Gefüllte Auberginen-Röllchen mit Feta an Djuvec-Reis:
Zutaten für 2 Personen:

Für den Reis:
  • 100 g Naturreis
  • 1 Tasse Tiefkühlerbsen
  • 1 Dose gestückelte Tomaten
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Ajvar
Für die gefüllten Auberginen:
  • 1 große Aubergine
  • 200 g Feta
  • 3 EL Ajvar
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl
  • Gewürze nach Geschmack (z.B. Oregano, Thymian)
  • Zahnstocher
Die Auberginen waschen, Strunk abtrennen und längs in dünne Schiffchen schneide. Mit etwas Olivenöl beträufeln, salzen und pfeffern und für ca. 20 Minuten bei 180° in den Ofen. 
In der Zwischenzeit den Feta mit einer Gabel zerkleinern und Ajvar, Pfeffer, Salz und Gewürzen hinzufügen. Wenn die Auberginen aus dem Ofen kommen: Mit der Paste bestreichen. Dabei außen ein wenig Rand lassen. Längs aufrollen und mit Zahnstochern fixieren. Eine Auflaufform mit Öl ausstreichen und die Röllchen darin schichten. Für ca. weitere 20 Minuten in den Ofen.
Den Reis nach Packungsanweisung kochen. Gegebenenfalls sollte das schon geschehen, wenn die Aubergine noch vorgart. Je nach Kochzeit.
Währenddessen Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in Olivenöl glasig anbraten. Dosentomaten dazu und köcheln lassen. Mit Ajvar, Salz, Pfeffer und nach Geschmack Gewürzen abschmecken. Die Soße sollte nicht zu dünn sein, aber auch nicht zu zäh. Bei Bedarf mit etwas Wasser vermengen. Ca. 5 Minuten bevor der Reis fertig ist kommen die Erbsen dazu. Reis abseihen und mit der Soße vermengen. Ziehen lassen.
Gemeinsam anrichten und genießen.






Samstag, 8. November 2014

Nagelschau Oktober

Hallo ihr Lieben,

wie die Zeit vergeht... Schon November. Je älter man wird, desto schneller vergeht dir Zeit- oder hab nur ich den Eindruck?
Hier hab ich meine herbstlichen Oktober-Nägel für euch:

1. Der Daumen splitterte schon, aber die Dreiecke stimmen ;) Catrice "Inner Purple of Trust" und die Dreiecke: Yes Love-Mirror Nr. 41//
2. Mein erster Versuch Quatrefoil-Nägel zu lackieren. Gibt's da auch ne Übersetzung? Muster mit Dotting-Tool. Catrice "Goldbuster" auf Catrice "Hyde in the Park" (Check & Tweed LE)//
3. Nude-mal zwischendurch kein Herbst. P2 Nailfoundation and Repair in der Nuance 20 Silk. Ein wunderschönes zartes, gut deckendes Rosa (zwei Schichten) und tatsächlich sahen die Nägel danach auch besser aus.//
4. P2 "It's hot" mit mattem Überalack Essence "24/7 Nailbase"//
5. Essie "Bobbing for Baubles" Tieeeeefseeblau//
6. Halbmond- langsam wird's besser ;) Manhattan 45t

So, das war's bei mir für heute. Habt einen schönen Samstagabend!

Mittwoch, 5. November 2014

Das Experiment #6 im Herbst: lauwarmer Gnocchisalat mit Pfifferling-Tomaten-Vinaigrette

Hallo ihr Lieben,

Pfifferlinge mag ich wirklich sehr gerne. Das sind echt feine Pilzchen mit einem schönen Aroma: Nicht zu streng und nicht zu mild. Allerdings eben auch nicht gerade billig. Aber ab und zu muss man sich ja auch mal was gönnen.

Heute wird es wieder italienisch. Gnocchi- diese kleinen Kartoffelklößchen, die mindestens genauso gut zu allen möglichen Saucen passen wie Pasta.

Erwartungen: Okay, ich schreib mal Gnocchi auf den Einkaufs... WAS? Selbst machen? Nun ja, kulinarischer Schatten, neue Dinge probieren und so. Okay. Ob das was wird?

Das ist drin: 
Gnocchi: mehlige Kartoffeln, Eier, Mehl, Ricotta
Vinaigrette: Dosentomaten, Balsamico, Rotweinessig, Olivenöl, Speck, Pfifferlinge, Knoblauch, Basilikum



Das Ergebnis: Keine Angst vor Gnocchi. Easy peasy. Ehrlich. Die Vinaigrette dazu: Ein Traum. Fruchtig, kräftig und würzig. Die Kombi aus warmen Gnocchi und kalter Vinaigrette ist im Herbst okay, aber im Sommer sicherlich der hit. Dann auch ohne Pfifferlinge. Die waren irgendwie leider eh nur Beiwerk und stachen nicht so wirklich hervor.
Aber sehr sehr lecker das Ganze. Männchen meinte: Kannste wieder machen. Werd ich.




Dienstag, 4. November 2014

Das Experiment #5 - der erste Hersthappen: Kürbis-Kokssuppe

Hallo ihr Lieben,

heute ist es grau und ungemütlich draußen. Herbst halt. Genau die richtige Zeit, um sich ein wärmendes Süppchen zu kochen.

Ohne Kürbis kommt man nicht durch den Herbst, soviel steht fest für mich. Ein großer Kokos-Fan war ich zwar noch nie, aber ich muss sagen: Dieses Püppchen hier hat es mir durchaus angetan.
Die Süße von Kokos und Kürbis harmoniert Perfekt mit der Schärfe von Ingwer und Chili.

Erwartungen: Kürbis ist irgendwie ein sehr bodenständiges Gemüse, finde ich. Dazu exotisches Curry und Kokos? Kann das passen?

Ich muss einfach bessere Fotos machen. Das sieht ja nach nix aus. Das fällt mir bloß erst immer ein, wenn alles vermanscht ist :/


Das ist drin: Kokosmilch, Hokkaidokürbis, Chili, Schalotten, Ingwer, Currypulver

Die Herausforderung: Kürbis schlachten. Wie gesagt, ich esse wirklich gerne Kürbis. Aber bis er in kochbarem Zustand ist, habe ich eine Sehnenscheidenentzündung. Ich habe echt scharfe Messer, aber es ist trotzdem immer ein Kampf die Dinger zu zerlegen.

Das Ergebnis: Cremige Kokosmilch, scharfer Ingwer und Chili. Das wärmt von innen den Bauch und die Seele. Der pürierte Kürbis schmiegt sich an die anderen Zutaten an. Hier dominiert kein Geschmack, irgendwie sticht jedes Aroma raus. Und das macht Gaumenspaß. Obwohl ich Curry auch nicht so gerne mag: hier passt es super rein. Genau so muss Kürbissuppe schmecken.

Übrigens: Die Schale vom Hokkaido muss man zum Glück nicht auch noch abschälen. Sie wird beim Kochen schön weich und der Geschmack leidet keineswegs darunter.

P.S.: Was soll das bitte, Rechtschreibprogramm? Wieso machst du aus Kokos immer Koks?



Sonntag, 2. November 2014

Fazit fur das Experiment für den Sommer- Wat muss dat muss is ne doofe Devise.

Hallo ihr Lieben,

Anfang November lässt es sich wohl nicht leugnen: Der Sommer ist vorüber. Auch wenn man gestern mit spätsommerlichen 24 Grad durchaus dem Trug unterlegen sein konnte, der Sommer ende dieses Jahr nicht.

Jedenfalls ist es Zeit ein Fazit für das Experiment für den Sommerabschnitt zu ziehen.

Ein Rückblick in Bildern:





Eigentlich standen 10 Rezepte auf dem Programm. Wie ihr seht- hab ich nicht geschafft.
Ehrlich gesagt war ich aber etwas erstaunt, als ich gesehen habe, wie wenig Rezepte ich tatsächlich ausprobiert habe. Nicht mal die Hälfte? Bitter.

Nun, sich grämen hat noch nie was geholfen. Deswegen: Problem analysieren und lösen. Immerhin stehen ja noch drei Jahreszeiten bevor.
Woran lag's also, dass ich Panini Italiano, Sauerteigbrot mit Melone und Schinken, Dorade mit Basilikum und Limonen, gebackene Sardinen mit Estragonmarinade, Lammkarree mit Olivenkruste und Bohnensalat und eingelegte schwarze Nüsse nicht nachgekocht habe?
Panini Italiano: Panini mit frischer Artischocke. Ich hatte es vor- und es wurde nix. Schuld war die Artischocke. Die Dinger sehen ja eher wie dekoratives Blumenbeiwerk als etwas Essbares aus. Aber ich habe mich tatsächlich dran gewagt (und ca. 2 € für eine Artischocke hingeblättert). Das Dilemma wurde vorbestimmt, als ich ca. zwei Tage nach dem Einkauf statt Kefir einen dicken Käfer im Kühlschrank sitzen hatte, der sich wohl in den Blättern versteckt hatte und nun vor sich hin fror. Ich verfrachtete das unterkühlte Tierchen nach draußen und gab noch nicht auf. Stattdessen suchte ich nach Anleitungen zur Zubereitung von Artischocken im Internet. Ich fand sogar Videos auf Youtube. Aber hey, es hat mir nix gebracht. Das bisschen, das ich am Ende übrig hatte von dem Teil, wurde nicht weich und schmeckte nicht. Dabei mag ich Artischocke aus der Dose sehr gerne. Ich hätte es ja auch noch mal mit der versucht. Aber die Herausforderung war eben die Artischocke. Bitter gescheitert.
Sauerteigbrot mit Melone und Schinken: Ich mag Brot, ich mag Melone und ich mag Schinken. Aber ich mag kein Brotbacken. Klar, das war hier eindeutig die Herausforderung. Da ich aber schon ständig Brot für Männchen backen muss, da er an Zöliakie leidet und kein normales Brot essen kann, hatte ich schlichtweg keine Lust. Mea Culpa.
Dorade mit Basilikum und Limonen: Hab ich versucht. Aber mit Seelachs. Und deswegen war ich dismissed. Und dann hab ich's aus den Augen verloren...
gebackene Sardinen mit Estragonmarinade: Iiiiiih Sardinen!
eingelegte schwarze Nüsse: Ehrlich gesagt dachte ich bei diesem "Rezept", kann nicht sein. Wo soll ich bitte unreife Walnüsse herbekommen? Und dann vergammeln lassen?... Nee, is nich.
Lammkarree mit Olivenkruste und Bohnensalat: Eindeutiges Problem hier: Time and Money. Und natürlich süße Lämmchenaugen. Irgendwie hab ich's nicht geschafft, obwohl ich mich angestrengt hab.

So, und fühlt sich mein Blogger-Herz jetzt schuldig?
Nö. Denn jaaaaaaa, ich wollte über meinen eigenen Schatten springen. Aber so ist das im Leben halt: Man schafft nicht immer alles, was man sich vornimmt. Das kann einen verbittern oder man lernt draus und nimmt sich vor, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Fazit für das Experiment Sommer: Alles, was ich probiert habe, war anders und lecker. Es lohnt sich über den Tellerrand zu schauen. Aber Freizeitstress muss man sich einfach nicht machen.

Habt einen schönen, stressfreien Abend, ihr Lieben.