Montag, 30. Juni 2014

Das Experiment #3 Bohnensuppe mit Speck

Hallo ihr Lieben,

und weiter geht's am Herd.
Suppen klingen für mich ja eigentlich eher nach Herbst und Winter. Wenn man durchgefroren nach Hause kommt, ist es einfach eine Wohltat es sich vor einer Schüssel dampfender Suppe gemütlich zu machen und zu spüren, wie die kalten Körperteile sich wieder erwärmen.
Nun ist es momentan zwar nicht wirklich hochsommerlich, aber immerhin ist es laut Kalender Sommer und wirklich kalt nun wirklich nicht.
Deswegen hatte ich erst meine Bedenken, ob eine Suppe gut bei meinem Freund ankommen würde.
Kam sie aber ;)
Ich habe hier allerdings ein wenig getrickst und Zuckererbsenschoten und grüne Bohnen aus meinem Tiefkühlschrankrestbestand verwendet.

Erwartungen: Suppe ist mir immer so suppig. Und so wirklich modern ist Bohnensuppe ja jetzt auch nicht, was...

Grün, orange, gelb- sieht doch ganz schön sommerlich aus, oder?


Das ist drin: getrocknete weiße Bohnen, grüne Bohnen, Zuckererbsenschoten, Speck, Kartoffeln, frische Petersilie, Möhren

Die Herausforderung: Getrocknete Bohnen. Mit Einweichen über Nacht und allem drum und dran. Ziemlich viel Aufwand. Schmeckt's denn wenigstens?

Das Ergebnis: Suppe im Sommer geht klar. Man muss sie ja nicht kochendheiß servieren. Die getrockneten Bohnen sind weich geworden (allerdings sollte man sich bei der Garzeit dann doch eher an die Packung halten). Einweichen ist dabei ein Muss. Geschmacklich war die Suppe sehr gut. Der Speck (meine Güte, das war echt viel Speck!) hat dem ganzen eine schöne würzige Note gegeben und  für eine schmackhafte Brühe gesorgt. Als Alternative zu Suppenfleisch also durchaus empfehlenswert. Allerdings wurde es doch etwas fettig. Beim nächsten Mal werde ich den Speck erst in einer Pfanne schön knusprig braten, damit der Speck schon etwas von dem Fett abgibt.

Dienstag, 24. Juni 2014

Das Experiment- Sommer #2

Hallo ihr Lieben,

Pizza geht immer, oder? Ich gehöre auch zu den Leuten, die vor kalter Pizza keinen Halt machen.
Selbst Pizza machen ist dank der Hefe aber immer ein bisschen complicated.
Pizza Caprese klang aber so verlockend, dass ich mir das Rezept direkt zur Brust genommen hab.

Herausforderung: Hefeteig. Der Feind. Beim letzten Versuch (Hefezopf) habe ich äußerst undeliziöse Backsteine mit Staubgeschmack gebacken. Nach langem Kampf. Hmpf.
Erwartungen: WAS? Nur der Teig wird gebacken und der Rest kommt roh oben drauf? Na ich weiß ja nicht. Bis zum letzten Moment habe ich überlegt, ob ich nicht doch alles mitbacke. Aber neeeein, ich habe mich brav an das Neue herangewagt.
Das ist drin: Hefeteig, Büffelmozzarella, Tomaten, Knoblauch, Balsamiko, Olivenöl, Basilikum


Ergbenis: Hefeteig geglückt (puuuh). Schmeckte nicht wie typische Pizza, eher wie Teigfladen mit Insalata Caprese. Aber suuuuper lecker. Vor allem der Knoblauch (Vampire haben keine Chance mehr) in Kombi mit den frischen Tomaten und dem aromatischen Büffelmozzarella hat mich richtig geflasht.

Anders= mal wieder guuuut :)

Sonntag, 22. Juni 2014

Das Experiment- Sommer #1

Hallo ihr Lieben,

ich mache ernst und koche mich durch. Angefangen habe ich mit dem Tomatensalat mit Zitronen-Vanille-Dressing.

Herausforderung: Vanillemark zu Feta und Tomaten
Erwartungen: Vanille im Eis, Vanille im Kuchen, das schmeckt. Aber Vanille im Tomatensalat? Das passt doch irgendwie gar nicht
Das ist drin: Feta, Tomaten, das Mark aus einer Vanilleschote, Basilikum, Zitronensaft, Olivenöl und eigentlich Pinienkerne, die ich durch Sonnenblumenkerne ersetzt habe



Ergebnis: Sieht lecker aus und ist es auch. Tomatensalate sind ja immer super im Sommer: leicht, frisch und gesund. Den Mozzarella mal durch Feta auszutauschen finde ich ne super Idee.  Variiert mal den Geschmack und wird viel aromatischer, weil Mozzarella zwar super lecker ist, aber eben doch sehr mild.
Natürlich steht und fällt ein guter Tomatensalat mit der Qualität der Tomaten. Die kleineren sind meistens viel intensiver und nicht so wässrig wie die großen Strauchtomaten. Je dunkler und roter sie sind, desto aromatischer schmecken sie eigentlich.
Das gleiche gilt auch für den Basilikum.
Das Zitronen-Vanille-Dressing hat mich dann vollkommen umgehauen. Klar, frische Vanille schmeckt vollkommen anders als das was man als Aroma in Jogurt und Co kennt (ein ziemliches Phänomen, wenn ihr mich fragt. Tritt auch bei Himbeeren auf). Die Vanille an sich hab ich auf dem Salat gar nicht so rausgeschmeckt. Komisch eigentlich. Als ich das Dressing dann mal pur probiert habe, habe ich aber gemerkt, dass es daran liegt, dass Vanille und Tomaten dermaßen harmonisch schmecken, dass man die Aromen glatt verwechseln kann.
Gleich am Anfang meines Experiments konnte ich also schon was dazu lernen. Das hat mich schon ziemlich begeistert.

Also: traut euch und haut ein bisschen Vanille in eure Vinaigrette!


Montag, 9. Juni 2014

Das Experiment: Ein Sprung über meinen kulinarischen Schatten.

Hallo ihr Lieben,

neulich habe ich mir den Film "Julie und Julia" angeschaut. Er behandelt die Geschichten zweier Frauen:
Julia Child erlernt in den 60ern aus Langeweile während eines längeren Aufenthaltes mit ihrem Diplomatenehemann in Frankreich die Kunst der französischen Küche und muss feststellen, dass es kein englisches Kochbuch über die französische Küche auf dem Markt gibt. Mit zwei Freundinnen beginnt sie die umfangreiche Ausarbeitung eines umfassenden Kochbuchs.
Anfang der 2000er steht Julie ohne Ziele und Träume da. Sie ist gerade mit ihrem Mann in eine Wohnung nach Queens gezogen, in der sie sich nicht wohl fühlt, ihr Bürojob ödet sie an und sie weint Ihrem längst begrabenen Traum Autorin zu sein hinterher.
Ihr Leben ändert sich, als sie beschließt einen Blog zu starten. Sie will innerhalb eines Jahres alle 524 Rezepte des Kochbuches von Julia Child nachkochen.

Um ehrlich zu sein war der Film für mich jetzt nicht so der Knaller. Aber ich fand ihn trotzdem inspirierend.
Denn die Idee sich an etwas neues heranzuwagen, egal wie merkwürdig die Kombination klingt, reizt mich schon sehr. Denn wenn wir ehrlich sind: Auch wenn wir gerne kochen, noch lieber bleiben wir in sicheren Gewässern und hantieren mit Zutaten, die wir gut (zusammen) kennen.

Deswegen habe ich beschlossen einen auf Julie zu machen und auch ein Kochbuch durchzukochen.  Da ich am Ende nicht aussehen will wie ein Hefekloß und nicht mit einem Nervenzusammenbruch enden will (Ich habe mir auch ein französisches Kochbuch zugelegt, aber Himmel! Was für Zutaten, was für Rezepte! Da bin ich nachher arm und schlaflos, weil ich die Nächte durchkochen muss.), habe ich nicht zu einem französischen Kochbuch gegriffen, sondern zu dem hier:



Das kunterbunte Kochbuch "Tafelfreuden" ist im GU Verlag erschienen und beinhaltet Rezepte von Andreas Neubauer, Fotos von Michael Wissing und Texte von Katja Jührend.

Ich habe es von meiner Mutter geschenkt bekommen und es hat mich direkt beim Durchblättern fasziniert. Es ist solo appetitlich! 
Aufgeteilt in Rezepte passend zu den vier Jahreszeiten stellt es den perfekten Partner für mein Projekt dar.
Besonders ist hierbei die Aufteilung. Im vorderen Teil des Kochbuches werden die Speisen äußerst appetitlich abgebildet (da läuft einem echt das Wasser im Munde zusammen- nur beim Durchblättern). Daneben findet man manchmal auch das Rezept dazu- oft allerdings schwer leserlich. Denn die Rezepte werden so abgebildet, wie sie oftmals in der Küche herumfliegen: Auf Postkarten, Notizzetteln, Servietten schnell notiert. Im hinteren Teil gibt es dann noch einmal alle Rezepte aufgelistet.
Eine, wie ich finde, gelungene Idee. Vor allem, weil man erst nur sieht: Lecker! Und dann hinten sieht: Ach, das kommt da rein? Ich finde, da wagt man gleich mal mehr.

Und darum soll es in diesem Projekt gehen: Dinge wagen, Dinge ausprobieren, über den eigenen kulinarischen Schatten springen.
Dabei stelle ich nicht die Rezepte vor. Das darf ich nicht und darum geht es mir auch nicht.
Vielmehr möchte ich mit euch meine Erfahrungen mit dem Neuen, Ungewohnten teilen und euch im besten Falle selbst dazu inspirieren euch auf neue Zutaten und Mischungen einzulassen.

In diesem Sinne: Beginnen wir mit dem Sommer.